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Energies renouvelables et paysages - Table ronde

Nouvelle politique énergétique : le sacrifice de nos paysages ?


jeudi 25 octobre à 19h30
Auditoire de biologie, Université de Fribourg
Rue Gockel 3 à Fribourg



Vue du site de la Berra avec le site du Schwyberg en arrière-plan
Le grand débat sur la nouvelle politique énergétique de la Suisse vient de débuter au niveau national. L’association « Sauvez les Préalpes – Rettet den Schwyberg » souhaite y contribuer en fournissant des éléments de réflexion, tout en rappelant aux acteurs concernés la nécessité de protéger la nature et nos paysages. Ainsi, le comité de notre association a le plaisir de vous inviter à sa prochaine manifestation – une « Table Ronde » qui prendra la forme d'un débat public à l'université de Fribourg, au cours de laquelle des experts nous feront part de leurs réflexions concernant le rapport entre les différentes technologies de production d'électricité, basées sur les énergies renouvelables, et leur rapport avec les paysages.
  
Les intervenants s'exprimeront en français ou en allemand, suivant leurs préférences.



Interventions : 

Jacques Bourgeois : conseiller national, membre de la Commission de l'énergie et de l'environnement

Martin Pfisterer : membre de la direction des Forces Motrices Bernoises (FMB)

Elio Popolo : fondation Desertec Suisse

Suzanne Wyss : Fondation Agence solaire suisse

Herbert Känzig : modérateur, ancien directeur chez Ilford


Responsables : 

Dieter Meyer et Hansruedi Volkele


Présentation (en allemand) des objectifs de la soirée et des interventions :

Was die Organisatoren vom Podiumsgespräch erwarten:

Wir Organisatoren des Podiumsgesprächs akzeptieren mehrheitlich die Energiewende, wir sind für die Einhaltung der Klimaziele, für den Ersatz fossiler Brennstoffe, für neue erneuerbare Energien und Energiesparen im Land. Aber wir sind  gegen das "n'importe comment". Das Energiekonzept des Bundes 2050 macht die gesamte Landschaft zum Verlierer und das bereitet uns grosse Sorge. Die ETH- Zürich hatte 2011 einen besser durchdachten Plan, der ohne übermässige Landschaftsopfer auskam.  

  1. Wir haben mit den Referenten Dr. Martin Pfisterer  und Dr. Jacques Bourgeois vereinbart, dass nicht die umstrittenen Bauvorhaben im Kanton (Schwyberg, La Berra, Warme Sense) im Vordergrund stehen sollen. Herr Bourgeois wird die gegenwärtige Energiepolitik 2050 des Bundes vorstellen, die in Vernehmlassung gegangen ist.  Herr Pfisterer ist "Monsieur Eoliennes" seit 24 Jahren, die BKW investieren Milliardenbeträge für neue erneuerbare Energiequellen- meist im Ausland. Er soll  erklären, warum Windkraft-Anlagen Sinn machen.

  2. Der Kanton Freiburg ist mit der Vorgabe des Bundes konfrontiert, von den 13'000 GWh pro Jahr Strom mittels neuer erneuerbarer Energien bis 2035 etwa 400 GWh/a beizutragen. Frau Wyss, Physikerin,  soll  vorrechnen, ob ein solcher Energie-Betrag mit Photovoltaik (und Biomasse) allein zu schaffen wäre. Klar ist jetzt schon, dass im Falle der Erfüllung des Beitrags mit Windkraft Hunderte von Turbinen gestellt werden müssten, was für die Freiburger Landschaft das "Aus" bedeuten würde.  Wirtschaftliche, grosse Photovoltaik- Anlagen auf Plätzen, Autobahnen  und Industriedächern sollte auch die Elektrizitätswirtschaft interessieren. Frau Wyss will auch der Frage nach dem "Winter ohne" und den nötigen Speicherseen nachgehen.  Die Organisatoren meinen dazu:  "L' éolienne divise, le solaire fédère". 

  3. Der Vertreter von Desertec, Elio Popolo wurde gebeten, die  oft gehörten Argumente gegen Desertec (Wärme-Solarstrom aus dem Mittelmeerraum), z. B. hohe Leitungsverluste, hohe Preise, unsichere Staaten, Verlust der Autarkie, Kolonialisierung, ferner Zeithorizont mit Beispielen erster Realisierungen in Marokko und Tunesien zu widerlegen. Das Potential an Solarstrom-Importen aus dem Mittelmeerraum ist, wie  bestens bekannt ist, riesig.  Warum ist Desertec beim Bund und den Elektrizitäts-Gesellschaften keine Option? Der Moderator wird der Frage nachgehen. 

  4. Aus dem Publikum kommen vermutlich Fragen zu lokalen Projekten (im Kanton umstritten: Schwyberg, Klein-Wasserkraftwerk Warme Sense, La Berra). 

  5. Dr. Herbert Känzig ist Präsident vom WWF Freiburg, aber im Podiumsgespräch wird er nicht den WWF vertreten, sondern als Moderator den Landschaftsschutz, Natur  und Klimaschutz. Als Naturwissenschafter legt er Wert auf Fakten. Er hat praktische Erfahrung mit Energiefragen (ehemaliger Betriebsleiter bei Ilford).  Er hat gemerkt, dass beim eidgenössischen Interessegerangel um Energie die Landschaft den Kürzeren ziehen wird. Das muss nicht sein.  Wenn Photovoltaik, Solarwärme, Biomasse, Tief-Geothermie, Desertec  und 800 kV-Gleichstromleitungen im Boden von der Politik und Wirtschaft vermehrt favorisiert würden, wäre die Landschaft, unser Tourismus- Identitäts- und Erholungskapital, Siegerin, die Natur auch. Warum läuft das nicht so? das ist die zentrale Frage am Podiumsgespräch.