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Wollen wir die Heimat dem Fortschritt opfern?

"Das Thema «Windpark auf dem Schwyberg» beschäftigt und beunruhigt mich ausserordentlich. Auch ich bin überzeugt, dass wir in naher Zukunft ein grosses Strom-Manko haben werden. Dass dieses Manko aber mit Windenergie wettgemacht werden soll, finde ich ein Hirngespinst. Der Aufwand von 55 Millionen Franken und der Ertrag im Promille-Bereich stehen doch wirklich in keinem Verhältnis. Kommt dazu, dass mindestens neun dieser Monster-Turbinen auf einem der schönsten Aussichtspunkte in unseren Voralpen zu stehen kommen. Wie sollen wir für unser einzigartiges Senseland, besonders das Schwarzseegebiet, werben, wenn die Oberländer die Gegend auf diese Art und Weise verschandeln? Warum gibt es keine Volksbefragung in einer so wichtigen Angelegenheit? Das wäre doch das Mindeste! Wo bleibt da der Freiburger Heimatkundeverein bei einem dermassen einschneidenden Eingriff in Natur und Landschaft?

Wäre es nicht klüger, ein paar Jahre abzuwarten und die vielen Millionen Franken in die Weiterentwicklung der Sonnenenergie-Nutzung in der Wüste zu stecken? In einem seiner letzten Interviews hat Nicolas G. Hayek echte Erfolgsaussichten skizziert in dieser Richtung. Die von Hayek, dem Visionär, gegründete und mitfinanzierte Belenos Clean Power Holding hat zum Ziel, nachhaltige Energiegewinnungs- und Energieverwendungs-Technologien zu entwickeln.

Sind wir nicht zu voreilig, unsere wunderschöne Heimat dem technischen Fortschritt zu opfern? Was wird unsere nächste Generation davon halten?"

Bruno Loetscher,

Tafers, 18 août 2010

Source et original : courrier des lecteurs, Freiburger Nachichten