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Sinnvoller Akzeptanztest

"Gemäss dem Bericht der FN sieht der Deutschfreiburger Heimatkundeverein (HKV) den Standort des geplanten Windparks auf dem Schwyberg als «Modellfall», der hilft, die Akzeptanz für solche Industrieanlagen in den Voralpen bei der Bevölkerung zu testen. Ich meine, um entsprechende Erfahrungen zu sammeln, braucht es nicht den Bau der Anlage mit all den damit verbundenen definitiven Eingriffen in Natur und Landschaft. Niemand kann wissen, wie sich die Freiburger Bevölkerung bei wirklich objektiver Information zur Sache stellen würde. Hat man wohl Angst, dass sie sich bewusst würde, wie wenig die monströse Anlage mit den neun je 140 Meter hohen Riesenrädern tatsächlich bringt (0,5 Promille der inländischen Strom-Produktion)? Ist sich der HKV tatsächlich nicht bewusst, dass die Promotoren dieses Projekt à tout prix durchbringen wollen, weil sie hoffen, damit Geld zu verdienen und Tür und Tor für weitere Projekte zu öffnen? Müssen wir dafür einen Teil der Voralpen, eine doch noch recht intakte Natur und ein Tourismusgebiet opfern? Als Mitglied des HKV wünschte ich mir, dass der Verein sich nach nochmaliger eingehender Prüfung des Projekts im Sinne der eigenen Statuten für die Erhaltung des Schwybergs einsetzt. Ist es nicht geradezu grotesk, Dutzende von Millionen und das schöne Gebiet des Schwybergs für einen Test zu opfern?

Ich persönlich bin klar gegen den Windpark auf dem Schwyberg und verweise auf die Argumente auf www.rettet-den-schwyberg.ch. Übrigens: Wie viele Hausdächer sind im Land noch ohne Solaranlagen oder Sonnenkollektoren? Meines ist seit rund 20 Jahren mit 14 Quadratmetern Kollektoren bestückt."

Markus Peissard,

Tentlingen, 25 septembre 2010

Source et original : courrier des lecteurs, Freiburger Nachichten