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Windkraftanlagen auf dem Schwyberg?

"Ich verfolge nun schon über eine längere Zeit die Berichterstattung und die Leserbriefe in den FN zu den geplanten Windkraftanlagen (WKA) auf dem Schwyberg. Gefreut hat mich der letzte Bericht über die Studie der Vogelwarte Sempach (FN 20. Juli 2010). Ich bin gespannt, welche Auswirkung die Ergebnisse dieser Studie haben werden. Hoffentlich ist es der letzte Anstoss, der die Einsicht bringt, dass die unsinnige Windkraftanlage auf dem Schwyberg endgültig ins Reich der Sensler Sagen geschickt werden soll. Zu dieser Ansicht komme ich nämlich, weil ich diverse kritische Beurteilungen und Studien gelesen habe. So konnte ich feststellen, dass von den Promotoren einerseits schönfärberisch viel saubere Energie versprochen wird und andererseits sehr viele problematische Aspekte verschwiegen werden. Vieles passt nicht und verdient den Namen der erneuerbaren Energie nicht. Hier nur ein paar Problemfelder kurz angesprochen:

Horrende Transportkosten für 9000 Tonnen Material quer durch Europa. Für die Gemeinden im Oberland fallen enorme Kosten für Verstärkungsbauten für die Zufahrtswege an. Jede WKA hat Hydrauliköl, pro Anlage um 1000 Liter. Was passiert bei einem Unfall? Solche sind genügend dokumentiert. Nehmen wir die Verschmutzung des Trinkwassers in Kauf? Was passiert, wenn die Flügel vereist sind? Die Wanderwege müssten gesperrt, der Wintertourismus müsste praktisch eingestellt werden. Oder würde die Anlage geschlossen? Wohl kaum, denn dann würde zu wenig Strom produziert.

Die Umgebung wird von pulsierendem Lärm berieselt. Unser schönstes Naherholungsgebiet verliert den Landschaftscharakter und wird zum Industriegebiet!

Wie gesagt, es gibt zu viele Einwände gegen die Windkraftanlagen auf dem Schwyberg. Es wäre schön, wenn sich unsere gewählten Politiker diese Argumente überlegen würden und auch Kontakt aufnehmen mit jungen Naturwissenschaftlern, damit sie sich ein umfassendes Bild machen können. Es ist nämlich nicht zu spät, uns eine intakte Schwybergnatur zu belassen."

Bernadette Catillaz,

Tafers, 11 août 2010

Source et original : courrier des lecteurs, Freiburger Nachichten